STRAIGHTLINE - Nur nie langweilig und voraussehbar!

Straightline

SOURCROWD - die neue STRAIGHTLINE EP. Nach zwei feinen melodischen Skatepunk CDs nun brachiales Geknüppel auf 7inch! Das ausführliche Interview mit den 'Dreien von der SkatePunkstelle' Bart (git,voc), Emil (bs) und Mosi (dr) über den plötzlichen Sinneswandel, musikalische Vorlieben, die Münchner Verwandschaft und neue Veröffentlichungen...

Straightline sind ja bekannt für erstklassigen melodischen Skatepunk/Melodycore. Nun kommt auf 7" Vinyl die SOURCROWD EP mit 14 Songs in acht Minuten - ein Brecher nach dem anderen. Was soll das, habt ihr einfach plötzlich euren Stil geändert?

Mosi: Unseren Stil haben wir natürlich nicht geändert. Wir bleiben schon bei unserem Markanzeichen "Skatepunk". Allerdings hatten wir auch mal Lust auf richtige Knüppelmucke. Die "30 Sekünder" haben ja sogar schon fast Tradition bei STRAIGHTLINE. Auf der "No Way Out" sind ja auch "Kill the Security" und "Nu Metal Sucks" drauf.

Emil: Die Knüppelsongs sind ja auch immer Teil unseres Livesets und wir hatten einfach Bock alle auf einer EP rauszubringen. Immer das gleiche zu machen, ist eh langweilig und - Hey, 14 Songs auf ner 7" hat schließlich nicht jeder. Aber zur Beruhigung für alle, die eher auf den melodischen Sound stehen. Wir schreiben grad am neuen Album und da geht's wieder Straightline typisch zur Sache.

Bart: Naja - erstklassig sei mal dahingestellt... Einerseits, weil wir ja auch teilweise aus dem HC und -speziell ich jetzt- neben dem HC auch noch aus dem Metal kommen. Wir lieben zwar Skatepunk, aber auch andere Sachen. Daher ist es sowas wie eine Huldigung an den guten straighten 'in-die-Fresse' Sound, der ja in so einer Form leider nicht mehr so oft gespielt wird, und auch eine kleine Erinnerung an die Leute, die so nen Oldschool Sound nicht so kennen. Andererseits hatten wir ja auch schon immer diese kurzen HC/Metal Sachen auf den Alben, mal als Füller zwischen den Liedern. Live hatten wir davon noch mehr - und Einige wollten explizit nur sowas hören.

Straightline - Animal Life (from 'Sourcrowd EP')

Die Single beginnt mit dem Funktro und endet mit dem Dubtro. Dazwischen kommt Knüppelmucke vom Feinsten, wieso Funk, wieso Dub? Wie würdet ihr selbst das 'Dazwischen' auf der Single eigentlich musikalisch einordnen?

Mosi: Naja, vor der eigentlich Probe fangen wir gelegentlich an einfach zu jammen. Und das was dabei rauskommt, ist immer irgendein Funk/Jazz Gedudel.

Emil: ...und wir dachten uns, dass die Nummern als Intro/Outro cool auf die EP passen würden. Und das "Dazwischen" ist, würd ich sagen, ein Mix aus allen harten Genres die wir hören. Thrash, Death, Crust, Hardcore, Punk... da ist alles n bisschen mit drin. Durch die vielen Einflüsse sind aber sogar die abwechslungsreich, nur eben fast keins länger als ne Minute.

Bart: Somit ist auch für genug Abwechslung in den 8 Minuten gesorgt. Musikalisch hat man nun also in der Zeit: Funk und Dub - und darüber hinaus HC, Crust, Grindcore, Punk, Thrash-Death- und für 5 sekunden sogar Black Metal. Somit dürfte wohl zumindest jeder Fan von irgendeiner Form von Oldschool Knüppelmucke zumindest für ein paar Sekunden mal zufrieden sein...

Ihr seid also wieder im Studio, um das nächste full-length Album aufzunehmen. Was wird da zu hören sein? In welche Richtung geht das? Wieder eine D.I.Y. Produktion?

Emil: Jo, nächsten Monat geht's los und wir sind schon end gespannt. Aufgenommen wird diesmal beim Max (Max Krach, Ex-Mongrel, Anm. d. Red.) im "The Engine", wo damals schon die "No Way Out" entstanden ist und zu hören gibt's, wie oben schon gesagt, Straightline pur. Zum Teil richtig schnelle, technische Skatepunk Brecher mit Metalnote, einige Midtempo Nummern mit viel Melodie und Chören, aber auch einige Einflüsse, an die wir uns bis jetzt nicht rangewagt haben – also lasst euch überraschen! Und diesmal soll es, neben der CD, auf jeden Fall auch eine Vinyl Version geben! Wie das ganze dann aber realisierbar ist, werden wir sehen. Das Release ist jedenfalls erst für 2013 angesetzt, es sei denn, es findet sich ein Label, das uns bei der Produktion unterstützen oder ja vielleicht sogar die Platte rausbringen würde...

Bart: Wir sind nun seit Beginn Ende der 90er eine Melodycore Truppe, die überwiegend diesen Sound spielt. Klar, hin und wieder kommt mal Metal oder HC oder eben Funk und Dub - aber überwiegend doch Skatepunk. Und die neue Platte wird eben purer California Skatepunk. Alles, was man an dem Sound mag, findet man dort. Diesmal verzichten wir sogar zum ersten Mal auf ein kurzes HC/Metal Stück und bleiben ganz beim melodischen Stil des California Melodycore. Generell wird es auch mal zur Abwechslung eine positive Grundstimmung haben und eher versuchen, Mut und Hoffnung für die Zukunft zu schaffen, anstatt ständig nur mit dem Finger darauf zu zeigen, was schlecht ist. Klar, das gibt es zwar auch - aber nicht, ohne dabei zu sagen, dass man alles verändern kann, wenn man nur mal seinen Arsch hochkriegt. Und ich finde es ist Zeit, dass die Leute mal wieder etwas Positives in dieser Zeit zu hören bekommen und somit auch mal etwas Positives für ihr leben mitnehmen können und an die Anderen weitergeben. Das neue Album wird wohl ziemlich den Gegensatz zur Sourcrowd EP geben. Die Platte wird zwar keine Green Day Platte, aber eben auch keine Ballerplatte mehr. Es ist gut gemischt: die Hälfte darf man als 'typisch Straightline' bezeichnen, was bedeutet schnell, technisch mit vielen Breaks, Metalriffs und gelegentliche Wutausbrüche - die andere Seite präsentiert schöne Midtemposongs mit Singalong Hooks und poppigen Melodien. Es ist poppiger Punk und dazu stehen wir.

Ob es wieder eine D.I.Y. Produktion wird, weiss ich nicht - schön wäre es schon, wenn ein Label einem da helfen könnte. Und wenn es etwas größer wäre, würden wir das bestimmt nicht als schlimm empfinden. Nicht weil wir Rockstars werden wollen, sondern weil man so die Möglichkeit bekommt, den Sound mehr Leuten zu präsentieren, und er nicht ein Geheimtipp bleibt, den man nur auf Foren oder ähnlichem findet. Und so könnten wir es uns dann auch mal leisten, nach Japan oder Kanada zu fahren.

Wie kam es zu eurem Beitrag zum MUCH THE SAME Tribute Album (auf dem japanischen Label TORCH OF HOPE, im Mai erschienen)?

Tribute to Much The SameEmil: Wir wurden damals einfach vom Label per Myspace angefragt, ob wir dabei wären und durften uns nen Song aussuchen. Lust hatten wir natürlich und da fiel die Wahl gleich auf „Picking Up The Shattered Pieces".

Mosi: ...und nach einigen Sprachbarrieren-bedingten Missverständnissen hat dann alles geklappt. Fakt war von Anfang an: Der Song muss schneller sein als das Original.

Emil: Das Original sollte noch erkennbar sein, jedoch wollten wir es nicht 1:1 übernehmen. Denn ein Cover, das genauso klingt wie das Original, finden wir persönlich recht langweilig und einfallslos. Also haben wir die Nummer in unserem Stil umgesetzt und so wurden aus den langsamen Parts, schnelle und aus den schnellen, langsame - so einfach geht das, haha.

Bart: Merkt man natürlich nur, wenn man das Original kennt. Wir haben den Song dann eigentlich netto auch vielleicht 3 mal geprobt, dann aufgenommen und seitdem nie wieder gespielt. Das wurde bei den 'Sourcrowd' Aufnahmen mit aufgenommen - nur anders produziert.

Emil: Wie das dann bei den Much The Same Fans, und evtl. ja auch bei MUCH THE SAME selbst, ankommt, wird sich zeigen.

Überhaupt scheint ihr nicht wenige Fans in Japan zu haben, der Anteil der nach Japan verkauften CDs ist bemerkenswert. Ziemlich erstaunlich für eine Band, die nicht auf einem großen Label ist. Eure beiden CD Veröffentlichungen von 2005 und 2010 waren komplette D.I.Y. Produktionen und auch die EP ist jetzt nicht auf einem der bekannten Label erschienen. Wie schafft man es trotzdem, am anderen Ende der Welt Aufmerksamkeit zu erregen?

Emil: Ich denke, das ist einer der großen Vorteile des Internets. Die "No Way Out" gibt es schon seit längerer Zeit bei verschiedenen Foren zum kostenlosen Download, mittlerweile auch die "Change of Seasons" und das wird der Grund sein. Für kleinere Bands ist das also wirklich ne tolle Möglichkeit, sich sogar international einen Namen zu machen. Aber klasse, dass die CD's dann auch noch gekauft und nicht nur runtergeladen werden! Und das der "Much The Same" Sampler auf nem japanischen Label erschienen ist, wird schon auch seinen Teil dazu beitragen.

Mosi: Und dass es STRAIGHTLINE nicht erst seit gestern gibt, hat bestimnmt auch seinen Teil dazu beigetragen. Kanada und Kolumbien waren jetzt noch dabei. Der Gitarrist von MUTE kannte STRAIGHTLINE sogar... und die kommen ja aus Kanada.

Bart: Hinzu kommt noch, dass diese Mucke einfach in Japan viel beliebter ist als hierzulande - entweder ist der Trend dort erst seit paar Jahren angekommen oder sie mögen Skatepunk generell mehr. Und da wir ja etwas technischer sind und auch mal über den Tellerrand hinaus Musik machen, scheint dies wohl genau den Nerv der Japaner aber auch der Kanadier zu treffen. Beide Nationen mögen ihre Musik gerne etwas verspielter, technischer und weniger simpel. Schade nur, dass genau diese beiden Länder so weit weg sind und es uns aus konstentechnischen Gründen ohne Label nie möglich sein wird, dort für paar Konzerte hinzufahren. Ich glaube, wir haben in Japan und Kanada mehr Fans als in allen anderen Ländern zusammen..

Straightline - Society (from 'No Way Out')

2005 habt ihr schon mit Bands wie SATANIC SURFERS, RED LIGHTS FLASH, VENEREA und IGNITE die Bühne geteilt. Und seit eurem Neustart 2010 Zeit wart ihr unter anderem Support für MISCONDUCT, MUTE, THE COMPUTERS, NO OPINION und A WILHELM SCREAM - neben all den Shows mit anderen lokalen Bands. Wer sind denn eure persönlichen musikalischen Vorbilder, wen würdet ihr supergerne mal supporten?

Bart: Ich liebe natürlich die kalifornische Art Punk zu spielen. Aus dieser Richtung würde ich aber ganz klar NOFX, Propagandhi, Lagwagon, Good Riddance, Bigwig und Strike Anywhere nennen. Generell mag ich bei dieser Musik die Ende-80er bis Ende-90er Phase am liebsten, die goldene Zeit für diese Mucke. Eine meiner Lieblingsbands aus dem Sektor - wenn nicht sogar die Lieblingsband - bleibt allerdings Strung Out: California Punk mit viiieeel Metal Gitarren und sehr melodiösem Gesang. Etwas melancholisch und eher ernst und mit Sinn. Das wäre auch 'ne Band, mit der man gerne noch spielen würde. Ich habe, als ich bei Mongrel war, mit ihnen zusammen gespielt - und es war eine der korrektesten und ehrlichsten Bands, mit denen ich jemals zu tun hatte. Und natürlich würde jeder gerne mal mit NOFX spielen... Ansonsten kann ich als musikalische Vorbilder eher Punk-fremde Bands nennen. Viel aus dem HC Bereich und aus dem Oldschool Thrash und Death Metal: Suicidal Tendencies, Bad Brains, Black Flag, Kreator, Napalm Death, Obituary, D.R.I., S.O.D., Death, Razor, Biohazard -ja, ich weiss, die sind peinlich-, solstice, Demolition Hammer, SSDecontrol, Bones Brigade, F-Minus usw. Dazu noch viel Oldschool Hip Hop ala Public Enemy und KRS-One und halt alter Funk und Reggae usw... Die nenn ich jetzt aber ned - erklärt aber vielleicht die Frage, warum Funk und Dub auf der EP ist.

Mosi: Also, was bei mir perönlich ganz weit vorne ist: NOFX. Das sind einige der ganz ganz wenigen Personen auf der Welt, die ich echt gerne mal treffen würde.

Emil: Klar gibt es viele Bands, die uns allen gefallen, aber unter'm Strich hat doch jeder seinen ganz eigenen Geschmack. Für mich persönlich auf jeden Fall: Rise Against, NOFX, The Offspring, Millencolin oder meinen derzeitigen Favorit, A Day To Remember. Supportshows sind auch immer ne coole Sache und es ist geil, die Bands kennen zu lernen, zu saufen und zu quatschen. Aber das ist ja dann doch immer nur für einen Abend und danach ist man bei den meisten wieder vergessen. Mir persönlich sind daher Konzis ohne große Band, wo die Leute dann aber wirklich wegen dir und nicht hauptsächlich wegen der Hauptband kommen, mindestens genauso wichtig!

Ihr habt ja alle drei noch weitere Bandprojekte am Laufen: Bart spielt bei NO GOD INNOCENT, Emil bei STEP BY STEP und Mosi bei CENSORED-X. Alle diese Bands unterscheiden sich ja musikalisch ziemlich klar von Straightline. Seht ihr das als positiv oder als hinderlich an?

Bart: Definitiv positiv! Was bringt einem ne Band, die komplett dasselbe macht wie die andere. Hierbei gehts auch darum, die andere musikalische Vorliebe - und die meisten Menschen mögen ja mehrere Richtungen - auszuleben. Einige Ideen passen einfach nicht zu Straightline, auch wenn das Spektrum von uns mittlerweile sehr breit gefächert ist, und es ist, denk ich, für jeden angenehm, auch ne Band zu haben, wo nicht so ein nerviger "Bandhitler" wie ich existiert, der alle an den Rand des Wahnsinns treibt!

Emil: Hinderlich? Auf keinen Fall! Zum einen nimmt man immer Ideen aus der einen Band in die andere mit, was, wie ich finde, bei beiden die Lieder ausgefeilter und abwechslungsreicher macht. Noch dazu sind das in jeder der Bands ja auch andere Jungs, mit denen man zockt. Und gerade dass es sich musikalisch unterscheidet, macht die Sache doch erst interessant.

Mosi: Positiv. Die komplett andere Spielweise am Schlagzeug und meine Affinität zu Trashpunk/80´s HC machens echt interessant. Außerdem find ich die Leute cool bei Censored-X.

Das Phänomen, dass hier in München viele von den Musikern aus dem Punk/HC Bereich in mehreren unterschiedlichen Bands spielen, ist nicht zu übersehen. Was meint ihr, was ist der Grund dafür? Was sind die Vorteile und die Nachteile von solch einer musikalisch-kreativen Vernetzung?

Emil: Ein Grund ist auf jeden Fall, dass die Münchner "Szene" für eine Großstadt verhältnismäßig klein ist. Man kennt sich untereinander - den einen mehr, den anderen weniger. Dann wird es vielen so wie uns gehen, sich schwer für eine Richtung entscheiden zu können. Und meistens sind die Bandmitglieder ja dann auch unterschiedliche und man hat einfach Bock mit den Leuten Mucke zu machen. Von Vorteil kann da nur sein, dass es München an Bands auf jeden Fall so schnell nicht mangelt - auch wenn das viele aus anderen Regionen Deutschlands gerne behaupten -, was für Shows natürlich auch genial ist. Du findest eigentlich immer was oder wirst von 'ner befreundeten Band gefragt, ob man mitspielen will. Nachteil kann sein, dass oft eine der Bands auf der Strecke bleibt. Ich merk ja selbst, wie schwierig es ist, zwei Bands und dann noch Alltag unter einen Hut zu bringen. Aber naja – ist nun mal das, was man machen will.

Bart: Nachteile sehe ich keine - eher nur Vorteile! Man lernt dadurch erstens mehr kennen und kann sich darüber hinaus auch viel besser organisieren - z.B. gemeinsame Gigs! Und Punks lernen mal mehr Metal oder HC kennen, Metaller mehr Punk, usw.. Man kann sich austauschen. Manchmal hilft mal der eine bei 'ner anderen Band aus - wie ich z.b. der Mosi bei Step By Step oder ich damals bei Hateful Agony. Ausserdem gibt das das Gefühl einer grossen Familie, die spätestens zum HC Fest (MUNICH HARDCORE FESTIVAL) einmal im Jahr zusammentrifft. In München existieren zwar nicht soo viele Leute, aber dafür ist die Szene dadurch überschaubarer und man hat engeren Kontakt zu allen. Ich persönlich finde sowas toll! So war es ja ursprünglich bei den Bands der ersten Stunde auch - die kannten sich alle und sind alle zusammen groß geworden und haben etwas geschaffen. Wer weiss, vielleicht schafft München das ja auch. Genug Potenzial für Wut gegen die Spiesser und Heuchlergesellschaft in München ist ja allemal da.

Mosi: Der Vorteil ist, das die Szene dadurch viel enger zusammenwächst. Jeder hat schonmal mit jedem in der Band gespielt.. Der Bart hat früher bei IT COMES BACK mit dem Matto (DOLLARS FOR DEADBEATS) gespielt. Der frühere Schlagzeuger (und Bruder vom Matto) hat früher Schlagzeug bei STRAIGHTLINE gespielt, und der Emil hat mal als Bassist bei denen ausgeholfen. Der Darko, mit dem Bart, Herzna/Emil und ich mal in einer Band namens ZEFIX gespielt haben, war bei IT COMES BACK der Sänger. Der Herzna hatte damals neben ZEFIX noch die GUMBABIES und MISSBRAUCH. Der Ditschke von Missbrauch spielt noch bei den RAW DEALS, mit denen wir uns den Proberaum teilen. Der Sakis von Censored-X hat mal Bass bei HATEFUL AGONY gespielt. Selbiges hat auch der Bart gemacht. Der John Steam von CENSORED-X hat mal Gitarre bei FRIENDLY FIRE gespielt. Zusammen mit dem Yannick und dem Potta von STEP BY STEP. Der Gordon von Censored-X spielt noch bei BETONGABI, bei denen singt der Rancors-Olli von den...na? RANCORS. So gesehen ist irgendwie fast jede Münchner Band irgendwie miteinander verwandt oder verschwägert.

Ein Nachteil ist evtl. das das Potenzial von manchen Bands nicht zu 100% ausgeschöpft wird...aus zeitlichen/finanziellen oder motivationstechnischen Gründen.

Straightline - No Escape (from 'Change Of Seasons')

Ein weiteres Bandprojekt mit Darko am Gesang: ZEFIX. Wer das Vergnügen hatte, bei einer der Straightline-Shows plötzlich Darko auf die Bühne springen zu sehen und ein paar ZEFIX-Nummern live erleben zu dürfen, fragt sich immer, warum es von dieser großartigen Band nur die inzwischen vergriffene 'D.Moe' CDR von 2009 gibt. Was gibt es zu ZEFIX zu sagen?

Mosi: Nicht viel, ausser das ein paar ZEFIX-Nummer auch so weiterleben. Der Song "NO ESCAPE" von unserer CHANGE OF SEASONS-EP ist eigentlich für ZEFIX geschrieben worden. Der zweite Song "FINGERS CROSSED" von unserer neuen EP SOURCROWD, ist auch entstanden, als Bart und ich zu zweit in 'nem assligen Container als ZEFIX geprobt haben. Nur durch ZEFIX wurde STRAIGHTLINE ja eigentlich wieder zum Leben erweckt!

Zefix

BartZefix ist mittlerweile eher so ein Joke. Zwar mal als ernste Band geplant, aber dann einfach irgendwie nix geworden. Straigthline war damals auf Eis, weil ich nach Leuten dafür suchte und der damalige Drummer Michi (Dollars for Deadbeats) leider zu wenig Zeit hatte. Herzna, der Bass bei Zefix spielte, hatte parallel 3 andere Bands - Missbrauch, Gumbabies und Schnapspiraten - und tourbedingt kaum noch Zeit zum Proben. Wir fanden keinen Basser - Darko wurde demotiviert und Mosi und ich beschlossen, einfach Straightline weiter zu machen. Zefix starb nach und nach immer mehr ab. Paar mal versuchte man noch, was hinzukriegen - aber irgendwie war die Motivation futsch. Wir machten also noch den einen Abschlussgig mit D.R.I. - bei dem wir einfach Straightline plus Darko waren - und befanden es für gut, es einfach so weiterlaufen zu lassen. Als quasi kurzer Joke zwischen den Straightline Songs. Und nur so hat Zefix es auch geschafft, den Ruf zu haben, den es jetzt hat. Aber ganz ehrlich - würden wir so 'ne Art Reunion machen, würden alle 2 mal bei Gigs vorbeischauen und dann wäre es auch wieder uninteressant. Deswegen lassen wir das lieber als Mythos weiterleben und ärgern euch damit, dass Zefix nix weiteres Neues rausbringt.

Straightline - Fingers Crossed (from 'Sourcrowd EP')

Am 13.07. spielt ihr beim Release-Festival der 'In-München-Nix-Los!'- Compilation. Werden auch schon welche von den neuen Stücken zu hören sein? Darf man sich auch auf ein bisschen ZEFIX freuen?

IN MÜNCHEN NIX LOS! FESTIVALMosi: Die neuen Stücke waren sogar bei unserer 'Sourcrowd' Releaseshow schon zu hören. Und ZEFIX aufm 'In München nix los?' ...es gibt da so ein, zwei Personen, denen könnte ich diesen Wunsch nicht ausschlagen..

Emil: Ja, das wird ein Fest! Neue Stücke gibt's auf jeden Fall zu hören. Aber wer auf einer unserer letzten Shows war, kennt eh schon einige davon. Das ist ja sozusagen immer die Generalprobe, um zu sehen, wie sie ankommen. Ob Zefix oder nicht, wird wohl recht spontan entschieden. Je nachdem, ob Darko beim Festival ist, oder nicht, haha...

Bart: Die neuen Stücke werden wir natürlich dort auch spielen. Recht viele sogar, denke ich. Und da bei den Konzerten die Leute unsere Lieder ja eh nie kennen oder nicht mitsingen, ist es ohnehin egal, was wir spielen, haha...
Das mit Zefix müssen wir noch schauen, ob wir es zeitlich schaffen - aber wenn ja, natürlich gerne. Wir sind für alles offen - ein Gig von uns darf nur eins nie sein - langweilig und voraussehbar!

vielen dank. cheers

Links:

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http://www.myspace.com/straightlinemunich

http://www.in-muenchen-nix-los.de/
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http://www.myspace.com/zefixhc

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