DIE GOLDENEN ZITRONEN + Die Heiterkeit

DIE GOLDENEN ZITRONEN + Die Heiterkeit
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DIE GOLDENEN ZITRONEN + Die Heiterkeit
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Di, 22. Oktober 2013, 20:30 h
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Strom - München,
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LIVE!

CLUBZWEI PRÄSENTIERT:
DIE GOLDENEN ZITRONEN
support: Die Heiterkeit

Der Welt einzige...Moment:
Sind sie überhaupt eine Band? Oder nicht längst ein wandelndes Netzwerk klanggewordener Übermenschen?
Bereit den musikalischen Socialmedia-Swingerclubs Deines Vertrauens zu trotzen, wenn sie denn Don Quijote hießen. DIE GOLDENEN ZITRONEN. Die einzigen also, die von sich behaupten könnten, auf Augenhöhe da weiterzumachen wo CAN, DAF et RAF aufgehört haben als es gerade interessant wurde, haben nachgeladen. Jetzt auch mit Melodien!
O.K. das war ihnen schon auf ihren letzten beiden Großwerken gelungen, aber die Hook war so geil!
Apropos Hook: Als wäre KIM KARDASHIANS Mann mit seinem letzten Album bei ihnen in die Lehre gegangen, versammeln sie auf „WHO´S BAD“ neben FRIPPigen und anderen Funkkleinoden („Der falsche Kuss“, Der Investor“) und wie Lava mahnenden Stompern („Europa“, „Ma Place“)
zärtlich-obsidianene Hymnen von, Du glaubst es nicht, erhabener Schönheit: „ Duisburg“! Und - getreu ihrem Motto „Let´s bring the mental back to instrumental!“ - „Nachhall“.
Außerdem erfreulich: Sie haben Bock auf Rock mit Saz! („Typ, Lederjacke, in der Ecke stehend “, „Rittergefühle“).
Weitere Anspieltipps für die Short Attention Spanner unter Ihnen: „Scheinwerfer und Lautsprecher“, „Unter der Fuchtel des Unterbewußten“, „Ich habe das alles nur für dich getan“.
„WHO´S BAD“ – 15 Tracks also, auf denen sie sich mit ihren Gästen (u.a. Melissa Logan, Gadoukou la Star, Peta Devlin und Gustav) der ehernen Losung verschrieben haben: „It ain´t got that SWING, if it don´t mean a thing!“.
WHO´S BAD? Die GOLDIES, wer sonst!
Gezeichnet, Sancho

 

DIE HEITERKEIT
Musik, die klingt, als hätte jemand ein erbarmungsloses, alles klar machendes Brennglas auf die Oberfläche des US-Indierocks gerichtet (natürlich auf Sonic Youth und Pavement und Velvet Underground, nicht auf irgendwelche Mützenbübchen). Wenn man die EP aus Versehen verkehrt herum auflegt, ist „Alles ist so neu und aufregend“ der erste Song, die lethargischste, zurückgelehnteste, unaktionistischste Hymne an die Erregung, die man je gehört hat (und hören wird). Die Frau, die da singt, ist unheimlich jung und unheimlich alt. So will man sein.
Die Heiterkeit hat eben einen Schmäh, wie ihn sonst nur Österreicher haben. Daher auch kein Zufall, daß die Gruppe Ja, Panik ihre Verbündeten sind, auf ihrem Label Nein, Gelassenheit jetzt das Album „Herz aus Gold“ herausbringen. Torsten Otto hat es in Hamburg aufgenommen, ohne Gastmusiker und Hallgeräte. Und diesmal wissen alle, dass sie darauf warten. Das besonders Tolle an den dreien von Die Heiterkeit: Sie lassen sich von der Form nicht treiben. Ihre Songs gehorchen ihnen wie Hündchen. Wenn sie abbremsen oder den Takt ändern sollen, wenn sie Loop-Räder schlagen oder am Satzgesang auseinanderklaffen sollen, tun sie es auch. Sie haben grundsätzlich keine dritte Strophe. Und am Ende erzählen sie davon, wie sich das Leben anfühlt, wenn man nicht jede Erniedrigung erträgt, wenn man sich nicht als niedlicher, schicker Loser wohlfühlt, sondern die Dinge dreht: Nach oben geht. Die eigene Hand ergreift. Bis man von der eigenen Großartigkeit und Brillanz fast schon wieder ein bisschen gelangweilt ist.
„Suche Feinde, biete Gegner“, singt Stella Sommer, kehlig und schwebend und bergab begeistert. Wie beim Blumenpflücken am Kanal, beim Trinken an der Bar. So lange der lange Winter halb vorbei ist, die Vögel zwitschern. Bis der nächstbeste Dandy kommt, die fast schon kalkulierbare Katastrophe, die einen in ihrer Unausweichlichkeit schon wieder ganz entspannt macht. Zärtlich und dabei vernichtend. „Gefällt mir gut, ich bin bereit – I touch you with my Heiterkeit.“

 

Einlass 20.30 Uhr | Beginn 21.30 Uhr | Eintritt: 17 € zzgl. VVK Geb. AK: 20 €

 


Veranstaltungsort

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Strom - Webseite
:
Lindwurmstr. 88
:
80337
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München